Einfach ein Songext.

Manchmal trifft es ein Songext doch erstaunlich gut, sodass man selbst keinerlei unnötige Worte braucht.

OK ich mache Fehler – ich seh`s ja selbst.
Ich weiss, es geht noch ehrlicher und dass man drüber sprechen müsste
doch, ob ich das schaffe weiss ich nicht;
ich will nur, dass Du weisst, dass ich mein Bestes geb`.

Hallo, meine Weltallerliebste,
es musste wieder mal sein, dass ich mich hier im Keller verkrieche
und Du wirst nicht begeistert sein, wenn ich mir heut’ die Nacht um die Ohren schlag’,
denn morgen ham wir beide doch so vieles vorgehabt:
Zu Deinen Eltern fahr’n um dort gemeinsam mittagzuessen
und dann zum Fluss und uns zu zweit auf Deine Lieblingsbank setzen,
abends nach Regensburg zum Konzert von Dirk seiner Band,
nur so ist jetzt schon klar, dass bis dann garantiert einer pennt.
Und ich hoffe wirklich, das hier wird ‘n kurzer Part von mir
weil ich sonst schlaf’, wenn der Rest Dir zum Geburtstag gratuliert.
Und das hier werd` ich Dir wahrscheinlich gar nicht vorspielen brauchen –
so viele Doppelreime drin, Du wirst kein Wort davon glauben.
Wahrscheinlich geht das hier auch schief, naja, kann ja passiern;
vielleicht erwartest Du auch überhaupt nichts anderes von mir,
und auch wenn ich mich selber frag’, wie soll die Scheisse hier gutgehn
lässt Du es ja vielleicht als gutgemeinten Versuch zählen.
Denn ich weiss ja genau, Du bist manchmal gepisst
weil Du an ‘nem Typen wie mir oft die Romantik vermisst,
und obwohl ich selbst nicht weiss, warum ich’s so selten zeig’
weiss ich, dass Du mich liebst ist keine Selbstverständlichkeit.
Weil ich es so selten schaffe, Dir was Nettes zu sagen,
und alles was ich Dir mitbring’ ist beim Metzger zu haben,
und es gibt Tage, da bleibt Dir nichts als Stress mit dem Magen
ganz zu schweigen von der Scheissaktion am gestrigen Abend.
Ich war einfach rücksichtslos und bin auf Dir rumgetrampelt,
und was hilft da schon die Magnolie aus dem Blumenhandel
wenn ich blind bin und zu wenig in Dein Inneres kuck –
ich hab’s verkackt, und jetzt ist was für immer kaputt.
Und obwohl ich weiss, dass so’n Track Dir gar nix beweist
wollt’ ich nur nochmal sagen, es tut mir wahnsinnig leid;
und wahrscheinlich hast Du recht, ich mach’s mir damit nur leicht
wenn ich sag’, ich hätte einfach zu viel Panik zur Zeit.
Denn wenn ich sag’ ich hätt’ Angst, unser Album wird nur Mittelmaß
dann bist Du es, die mir Mut macht, mich küsst und mich umarmt,
und ich sag’s Dir einfach nochmal, weil mir jetzt klar ist,
Du bist kein Hindernis für das, was ich tu – Du bist die Basis.
Und dass Du da bist macht mich zum glücklichsten Mann,
nur es bedrückt mich, wenn ich Dir das nicht zurückgeben kann,
und deshalb sitz’ ich jetzt hier mit Stift und Papier,
damit Du nicht das Gefühl hast, ich hätt’ es nichtmal probiert,
und auch wenn’s nicht funktioniert und ich die falschen Sätze schreib’
will ich nur, dass Dir klar ist, wie sehr ich es zu schätzen weiss
wenn auch in Zukunft Dein Schlüssel unter dem Fußabstreifer bleibt
und ich weiss, für mich ist noch ‘n Plätzchen bei Dir frei.
Und außer danke dafür, dass Du all das mit mir durchmachst
wollt’ ich Dir noch was sagen: Alles Gute zum Geburtstag.

BLUMENTOPF – ALLES GUTE

Einfach ein Songext.

Unerwartet.

Gestern musste es einfach raus. Es tat gut und ohne es zu wissen, ohne Vorahnung, durfte ich in den Genuss des Lebens eintauchen. Da sind so viele wundervolle Menschen um mich herum, die einfach für mich da sind. Aus dem Nichts taucht ihr auf und seid latent beständig, ohne, dass ich nach euch rief.

Gestern brach alles über mich zusammen. Eine Emotion ritt die Nächste und der Blog und die Tasten schienen der letzte Ausweg. Es gab Reaktionen und wundersame Gespräche, unfassbar schöne Gespräche. Ich öffnete mich ein Stück, zeigte euch meine verletzte Seite und ihr habt mich darin bestätigt was ich schon selbst dachte.

Gestern war es plötzlich ganz deutlich. ICH bin wichtig. Mein Ich, mein viel zu zerüttetes ICH muss sich wieder finden, sich selbst heilen, um gesund und fröhlich in die Zukunft zu blicken. Es ist nun erstmal wieder relevant, dass ich glücklich werde, mit mir ins Reine komme, um im Allgemeinen zufrieden und glücklich zu werden.

What day is it?” asked Pooh.
“It’s today,” squeaked Piglet.
“My favorite day,” said Pooh.

Ich möchte genießen, das Leben lieben. Jeden Moment bewusst wahrnehmen und ihn mit offenem Herzen erfahren und ihn wertschätzen, als ob ich mir all das Schlechte und alles Gute gewünscht hätte. Akzeptieren und auch meine Ruhe finden, mit mir zufrieden sein und mit meinen Mitmenschen.

Gestern war ein Tag, ich hätte nie gedacht, dass mich heute meine Lebensfreude übermannt.

Danke.

Unerwartet.

“With or Without you.”

Seit Tagen höre ich diesen tollen instrumental interpretierten Song von den 2Cellos: With or Without you. Und bei jedem ersten zarten Streichen des Bogens über die sensiblen Saiten des wunderschönen Instrumentes spannt sich mein Körper an. Gleichzeitig entspannt er sich, legt ab den Frust, die Wut und all die Gefühle die seit einer Ewigkeit in mir verrückt spielen. Es dreht sich alles im Kreis, ich finde einfach keinen Ausweg mehr. Da ist diese Wut, diese unglaublich, immer wieder aufkommende Wut darüber, dass ich dich niemals ändern kann und doch so viel in mir danach strebt, dies in manchen DIngen zu tun. Ich weiß nicht, ob ich einfach endlich lernen muss, mit manchen Dingen zurecht zu kommen, oder ich aufgeben muss, weil ich das einfach nicht fertig bringe. Alles um uns war immer so schön, so perfekt und ich ich weiß nicht wann ich die Kontrolle verlor, darüber was aus uns geworden ist. Ich möchte so gerne, dass wir die Kurve bekommen, dass einfach alles wieder gut wird, Dass wir endlich aufwachen. Und stetig kreist die Frage um mich… mit oder besser ohne dich. Sind wir doch einst so stolz gewesen, so gesund zu sein, so dymanisch, so unfassbar zufrieden, sind wir heute… ein kränkliches Geschöpf davon. Unser Alltag, unsere Ausbildung, sie fressen so viel Kraft und Nerven, dass wir unseren Frust darüber nur aneinander verstärken, wir haben verlernt zu kompensieren. Wir kämpfen andauernd verbal gegeneinander und haben unser gemeinsames Ziel, unsere gesunde Ebene nicht mehr im Blick. Es wird nicht besser. Und jedes Wort, tut unfassbar zu tippen. Es schreit förmlich aus mir heraus, es muss endlich besser werden! Es ist alles so schwer geworden. Mein Lachen vererbt so schnell, ich bin so anders, ich erkenne mich selbst nicht mehr. Deshalb tut es mir schlichtweg so weh, ich bete, ich hoffe, dass wir es schaffen… ich hoffe es so sehr. Meine pessimistische Lebenseinstellung legt sich wie ein dunkeles Tuch über all die hellen Momente, ich verfremde alles und jedes deiner Taten durchdringt diese Barriere nur schwerfällig.

Es muss besser werden.

“With or Without you.”

Du bist Gift.

Du bist gern gesehen, gehörst zu jeder Feier und beinahe zu jeder Runde dazu. Jeder lädt dich ein, obwohl du durch deine Art ständig für Kopfschmerzen und Katastrophen sorgst, denn keiner kann richtig mit dir umgehen. Durch deine penetrante Art überflutest du jede Stimmung und dominierst schnell die Kommunikation und die Aktionen. Durch deine Zusammensetzung verpestest du die Gedanken aller und hast letztlich, wenn man sich nicht schnell am Abend von dir löst, nur negative Eigenschaften. Gewissermaßen bist du die Person, die uns unsere Eltern gerne verboten hätten, als sie noch dazu in der Lage waren. Nichtsdestotrotz bist du immer dabei, jeder will dich dabei haben und jeder der sich dagegen wehrt, wird schief angeguckt. Man gehört ohne dich einfach nicht dazu, wenn ich könnte, hätte ich dich längst blockiert bei Facebook, WhatsApp & co, würde dich keines Blickes würdigen, doch bist du immer wieder dabei, immer gehörst du zum Mittelpunkt.

Ich spreche von dir ALKOHOL.

Jedes Wochenende schenke ich dich aus, sehe zu, wie ihr euch von eurem “Ach-So-Guten-Freund” ins Abseits verfrachten lasst. Alkohol ist diese Art von Freund, der mit euch am Anfang so viel zu bereden hat und euch am Ende des Abends einfach liegen lässt, seht zu wie ihr klar kommt! Abgründe zeigen sich. Das kleine schüchtere Mädchen, dass sich zu feige war ein Bier zu bestellen, steht wenn das Licht angeht halb vögelnd auf der Tanzfläche. Der nette Kerl von nebenan hat es nicht bis zum Ende geschafft, er wurde schon Stunden vorher von den Türstehern nach draußen begleitet, da er sich geprügelt hat, gar nicht seine Art? Der Kommilitone, der dich jedes Wochenende seit 2 Jahren fragt, wie teuer ein Bier ist. Die Kommilitonin, die seit Wochenen jeden Abend ein neues Opfer zum Vernaschen mit nach Hause nimmt. Euer Freund, der Alkohol. Ich kann euch Geschichten über euch, eure Freunde und festen Freunden erzählen. Die “Ich-Hab-Die-Beste-Zeit-Meines-Lebens” und “Der-Morgen-Danach-Interessiert-Mich-Nicht”, diese Einstellung sind doch auf Dauer der letzte Mist. Ihr seid “Erwachsen” und benehmt euch wie pubertäre kleine Teenager. (Hier sollen mal nicht die Unfreundlichkeiten gegenüber mich und meinen Kollegen als Barkeeper aufgeführt werden, damitlassen sich Bücher füllen!) Ich gönne jedem seinen Spaß, jeder soll mal übertreiben dürfen, doch ihr verliert doch fast regelmäßig eure Kontrolle, euer Gesicht und gebt euch hin, in den Rausch, in dem ihr euch nicht mehr zu helfen wisst. Maß halten?

Ich hab Alkohol leid, ich hasse ihn, ich hasse es was er aus euch macht und was ihr zulasst, was er aus euch macht. Am liebsten würde ich jeden Einzelnen von euch zeigen, was ihr letzte Nacht getan habt, ich weiß es noch, ihr auch?!

Du bist Gift.

Das ist nicht mein Fehler – Sondern Deiner!

Sie fühlte sich einst so wohl. Umgeben von all den wunderbaren Menschen, die sie jahrelang Freunde nannte. Den Alltag bestritt sie mit ihnen, den Freunden. Gefeiert, gelacht, geweint,… was gute Freunde eben miteinander teilen. All jene Dinge, die ein jeder gesunde Mensch nun einmal mit seinen Liebsten unternimmt. Jede Möglichkeit die Zeit mit ihnen zu verbringen hat sie genutzt und alles für sie getan.

Dann der Cut.

schere_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Sie zog weg, versucht sich ihren eigenen Lebensraum zu schaffen. Sich auszuprobieren, sich zu erproben. Ihre Freunde nahmen daran nicht teil. Sie hörte nicht auf den Kontakt zu suchen, oftmals vergeblich. Fotos, Geschichten und Freunde versuchte sie mit ihnen zu teilen, doch sie fuhr eine Einbahnstraße. Immer wenn sie nach Hause kam, meldete sie sich bei euch, doch Zeit war mangelware. Irgendwann entschied sie sich, die kostbare Zeit lieber mit der Familie und Freunden aus der Heimat zu verbingen, die ihre Nähe schätzten und schätzen. Sie ließ los. Auch wenn das nicht zu 100% stimmte. Bei Veranstaltungen, wo man sich im Dorf nun einmal immer trifft, da geht sie noch hin, oder ging. Da stand sie nun, umringt von alten Freunden und Bekannten, die einmal Mittelpunkt waren. Umringt von 100ern und einsam wie selten. Sie erkennt euch nicht mehr, wiel ihr sie zu früh habt fallen lassen.

Sie aber hat gekämpft, versucht euch alle zufriedenzustellen. Selbst wenn ihr nun aus euren Kokon schlüpfen würdet, wärt ihr nie so ein “schön” wie sie. Sie hat gelernt auch alleine zu fliegen, sich anzupassen, sich zu verändern.

Ihr, die alten Freunde seid doch immer noch die Selben, habt die selben Sorgen und Marotten. Ihr steht und ich will nun einmal fliegen.

Das ist nicht mein Fehler – Sondern Deiner!

Und stetig Schüttel ich den Weltverbesserern die Hände.

Mediale Überforderung oder welch Phänomen meiner Grundstimmung zur Extase bringt, keine Ahnung. Facebook, WhatsApp-Status-Texte, Jute-Beutel, T-Shirts-Mit-Viel-Zu-Ökologischen-Aufdrucken & & &. Überall liest man sie. DIE MEINUNGEN. Ehrlich. Ein demokratisches Land, wie es Deutschland ist, ist wirklich eines der gesündesten Lebenslagen für alle Vielfalt von Menschen. Die Schlauen dürfen schlau sein und die Dummen eben… ja was auch immer sie wollen. Nichtsdestotrotz ist es einfach nur noch nervenaufreibend, wenn man sich mal mir-nichts-dir-nichts. (ich entschuldige mich im weiteren Verlauf für etwaige Kompositabildungen, aber sie sind ein so gutes Ventil) mal eine halbwegs eloquente Facebookseite aufruft und von Blödsinn bombadiert wird. Ich spreche hierbei um die vielen Kommentare von Ute K. und Helmut B. und Shery W. Ist das euer ernst?! Der Welt ging es wirklich immer schlecht und immer gut, und wieder schlecht und wieder ach, was solls! Sich für Politik stark machen, für Naturschutz und co. , um Gottes Willen JA. Aber wenn mir dann solche inkompetenten Meinungsbilder mit Millionen von Rechtschreibfehlern und Bildungslücken, die selbst kein Brockhaus füllen könnte. Dann liest man weiter, dass sich eine beinahe 18-jährige Schülerin darüber pikiert, dass sie auf vier Sprachen eine Analyse schreiben könne, aber nichts über Steuern und Ähnliches wüsste.

Der Bildungsauftrag liebes Deutschland obliegt nicht allein der Schule! Wenn Sie ihr Kind immer drillen und es ihm schön G8 antuen wollen, da bleibt nicht viel Zeit für Dinge, die man nunmal im Leben braucht. Ich studiere Kunst und Deutsch und ich musste niemals ein beschissenes Dreieck berechnen. Dabei handelt es sich aber auch um Allgemeinbildung, die man, wie oben bereits angemerkt, den vielen Kommentaren nicht ablesen kann. Jeder soll so sein dürfen wie er es vermag, wie er es möchte und wie er kann. Was soll ein Hauptschüler, der z,B. ein Händchen im Umgang mit Metall oder Holz hat mit Abitur, NUR weil es heute so gern gesehen ist. Kompetenzen sind es doch, was die Leute heutzutage brauchen. Ich schweife ab.

Kommentare.

Überall lese ich Statements, Meinungstropfen und Wortkotze am laufenden Band. Das hält doch kein gesunder Kopf mehr aus. Darunter mischen sich dann rassistische Bemerkungen, irgendwelche Beleidigungen und halbherzige Verlinkungen zu allem Rotz. Nun ich kotze auch meine Meinung aus, auf einer Seite die nicht mal ansatzweise viele Lesen und weil ich handschriftlich grade keine Passion habe, kloppe ich in die Tasten und drücke den Schrott ins Internet.

Bitte, hört nie auf euch Meinungen zu bilden, hört nie auf damit. Aber stopt den Gedankenwahnsinn und denkt lieber mal 15Sekunden nach bevor ihr LIKE drückt oder jemanden verurteilt, der einfach mal Eier hat Dinge beim Namen zu nennen. Die Schülerin hat Eier bewiesen, hat auf Probleme aufmerksam gemacht, wo die Probleme liegen, braucht man nicht immer in 5 Wörtern als Kommentar auszudrücken, beschäftigt euch lieber mit euren Kindern, euren Enkeln, lernt selbst eine Gedichtsanalyse oder lies ein Buch, komm gönn Dir zwei. Offline ist gesünder als man denkt.

Und stetig Schüttel ich den Weltverbesserern die Hände.

Auszeit.

Ich werde Lehrerin. Im Praktikum habe ich eine Unterrichtsreihe mitgestalten dürfen und es ging um VORBILDER. Was macht ein Vorbild aus und wer ist eurer Vorbild? Plötzlich wurden Fußballer, Models, Schauspieler und andere Sternchen genannt, auf die man ja “aufblicken” kann. Nicht falsch. Aber was ist mit eurer Familie, euren Freunden, eurer Lehrerin? Sind das keine Vorbilder. “Ja schon, aber….”. DIeser Text ist meinen lieben Eltern gewidmet, die meine größten Vorbilder sind:

Ihr tut so viel, seid immer wach geblieben, damit wir schlafen konnten. Euer Tag hat oftmals mehr als 24 Stunden. Wenn ich mich in meinen Studentenalltag nochmal fünf mal im Bett umdrehe, seid ihr schon auf der Arbeit. Ihr macht und tut, seit dem ich denken kann. Danke. Dass ihr so tolle Vorbilder seid, dass ihr trotz alledem immer da seid und uns stetig zeigt, wie wichtig wir euch sind. Eure Kinder. Ihr habt uns Namen gegeben, Namen die uns unser gesamtes Leben und vielleicht sogar darüber hinaus begleiten werden. Mit wunderschönen Exemplaren habt ihr uns geschmückt und wir sind stolz darauf eure Kinder zu sein, Ihr habt uns so viel beigebracht. Seit dem ich denken kann seid ihr meine Vorbilder. Erst war es wohlmöglich banales, doch alles was ihr konntet, das musste ich erst lernen. Reden, Laufen, Regeln, usw. das Spiel des Lebens lässt uns alle in Level Wannabe starten und wir müssen zusehen, dass wir uns daraus weiterentwickeln. Deshalb habt ihr uns stetig untersützt, habt uns nie im Stich gelassen, wart da wenn wir es am wenigsten verdient haben und ihr gabt uns den Freiraum, wenn wir ihn nötig hatten. Ihr seid Bilderbucheltern. Ich bewunder euch bis heute, wie ihr all den Stress, den Alltag und alles hinbekommt. Wie versichtert man sich richtig? Wie legt man Geld an, wie tut man das, wie tut man jenes. Das Vorbilddasein werdet ihr nie verlieren, ihr seid unsere Eltern, die die uns die Leben geschenkt haben und alles erdenkliche getan haben, damit wir heute so sind, wie wir sind. Nachdem wir endlich alleine klar kamen, kommt die mitunter unschönste Zeit, die Pubertät. Auch in dieser Zeit habt ihr uns ertragen und geliebt. Jeden Tag wussten wir, dass ihr uns liebt und das ist bis heute der Fall. Das tut unglaublich gut. Dann sind wir schneller als gedacht erwachsen oder glauben es zu sein. Doch wie kocht man dies und jenes, wie heiß darf man jenes waschen und plötzlich braucht man Mama und Papa mehr als man sich je hätte vorstellen können. Fragen über Fragen und stetig seid ihr geduldig und bleibt schlichtweg Vorbilder. Dann hat man die Brut soweit, dass man sich wohl denkt, “DIE HABEN WIR GUT HINBEKOMMEN, MITEINANDER WOHNEN GEHT SUPER”, und was machen die Küken? Sie ziehen aus. Wie das Elternherz bluten muss, wenn das wertvollste im Leben plötzlich von dannen zieht. Dennoch, auch wenn Kilometer zwischen uns liegen, fühlen wir uns geliebt. Können mit allen Sorgen zu euch kommen, müssen uns vor nichts schämen. Wir dürfen einfach immer sein wer wir sind und das ist das größte Glück der Welt. Eure Silberhochzeit liegt schon über 10 Jahre zurück. Seit über 35 Jahren seid ihr verheiratet, ein Team und dabei unschlagbar. Allein diese Liebe gehört bewundert. Ich bin stolz eure Tochter zu sein, stolz eine R. zu sein und im Herzen hab ich euch ewiglich und meine Vorbilder werdet ihr mein Leben lang bleiben. Ihr seid das Beste was mir passieren konnte, ich liebe euch.

Eure Tochter.

Auszeit.