Aus dem Leben

Das Geschenk.


Die Gegenwart ein Geschenk sie erleben zu dürfen. Faktum oder Floskel? Fakt ist wohl, natürlich ist sie ein Geschenk. Ich bin gesund und kann ohne widrige Umstände mein Leben autonom gestalten. Floskel stimmt wohl auch, denn ich glaube manchmal wird die Gefahr solcher Sprüche als Anlass dafür genommen, sich letztlich der Gegenwart zu entziehen.
Drei Tage ist alles nun her. Drei Tage und ich stehe da, oh ich sitze grade und verliere mich oft in meinen Gedanken. Mir bleibt die Gegenwart verwährt und ich springe oft in den Zeiten, leider eher als blinder oder tauber Zeitzeuge, da ich die Vergangenheit nicht wirklich eins zu eins reflektieren kann. Die Gedanken an die Vergangenheit tun weh, sie bündeln sich in einer großen, bis dato immer noch, leerstehenden Frage. Unbeantworten und unzureichend, doch muss ich das immer alles so annehmen? Letztlich fehlt mir wohl die Kraft weiter Dinge anzugehen, da sich diese eine Frage unbeantwortet im Jetzt befinden und sie scheint negatives in verschiedene Zeiten zu laden, obwohl ich das so gern verhindern würde. Aber ich bin hier kein Idiot, ich muss mich hinter niemanden verstecken – viele Menschen wissen einfach gar nichts von mir. Jeden Tag fällt mir mehr auf, wie wenig meine Freunde mir manchmal zuhören, manche retten sich dann schnell unter dem „ich bin halt so“. Ja – grandios! Retten und verstecken wir uns wieder hinter einer Floskel! Die Frage ist doch nicht unbedingt, warum bin ich so, sondern möchte ich so sein? Anpacken und ordnen und verändern, nicht immer warten! Auf das Leben warten. Wie oft springt mir dieser Gedanke im Kopf rum. Dabei dachte ich doch wirklich, dass ich angepackt habe und ich das Leben abgeholt habe und nicht umgekehrt. Doch kann ich das alles gar nicht mehr fassen, verstehen und nachvollziehen.
Wo war mein Raum, mein Ort für Worte? Ich habe ihn vermisst, wie ich vieles vermisse. Aber was ist vermissen? Relativ gesehen ist es ein vergängliches Gefühl, welches sich in einem Gedanken äußert, der die Gegenwart, wie die Zukunft zu bestimmen versucht. In der gefühlvollen Version ist es für mich ein unerträgliches Gefühl, welches sich mit so vielen Fragen in mir bündelt und ich dieses Gefühl verbannen möchte, aber vermissen ….muss es zu einem vergessen werden? Vergessen: An Jemanden denken?
Da ist so viel los und ich muss ordnen , ich muss mich selbst auffangen.

Das sind die Starken, die unter Tränen lachen, eigene Sorgen verbergen und andere glücklich machen.

Franz Grillparzer

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