Aus dem Leben

Be Careful.


Mancher sagte mir, dass ich aufpassen sollte, was ich so über mich preis gebe. Manche sagten, dass die Welt rau sei und dass ich manche Dinge lieber für mich behalten sollte. Aufpassen soll ich auf mich, aufpassen und nicht zu viel verraten, manchmal einfach ein kleines Geheimnis bleiben.
Geheimnis bleiben?! Ihr habt doch keine Ahnung, versteckt euch in euren Häusern und kein Mensch dieser Gesellschaft erkennt euer wahres Ich. Wer seid ihr, wenn ihr euch versteckt und ewig ein Geheimnis zu bleiben scheint.
Ein Geheimnis – ein Gerücht, nicht viel Wahrheit steckt in eurem Sein, nicht viel Aufrichtigkeit.
Ich möchte die Menschen doch in ihren Wert wahrnehmen, sie erkennen, sie sehen. Die Einstellung sich nicht zu öfnnen,
sich einzukapseln in eine Welt gefüllt mit Watte, das ist schwachsinnig. Wartet auf euer Leben, wartet darauf euch zu öffnen, bis ihr euer Geheimnis verraten könnt – das ist euer Weg. Meiner ist es nicht – nicht mehr.
So oft sitze ich neben euch, ihr lacht, mir ist nicht nach lachen zumute, eure Witze – sie sind mir zu wider geworden, sie erreichen keinen Platz in mir, der irgendeine Reaktion auslöst, welcher lachen ähnelt. Ihr steht, ihr tragt die Maske jeden Tag und berichtet mir, ich sollte mich nicht so häufig öffnen?! Fehler.
Das ist mein Leben, ich bin der Gestalter, wenn ich euren Rat ansatzweise wertzuschätzen wüsste, dann nur, weil ich es gut erachte, dass mir sowas gesagt wird, den Mut ein kleines Geheimnis von euch pres zu geben.
Ich bin es Leid, immer diese glückliche Fassade und letztlich würde man so gerne schreien, weinen oder einfach mal traurig sein. Den Schein wahren, alles ist gut. Natürlich ist es gut, aber es könnte doch durch Trauer, Wut oder Sonstiges häufig schneller mal der eine Stein ins Rollen kommen.
Verdrängung. Immer diese glückliche Masken von euch, ich kann sie nicht mehr sehen, nicht mehr ertragen. Manchmal glaube ich, dass ich meine Maske auch zu oft trage. Immer die Witzige, die die ja alle zum lachen bringt.
OH MELINA DU UNTERHÄLST JA WIEDER ALLE. Ja. Das ist wohl ein Teil von mir, ich rede viel und oft, manchmal zu laut.
Ich berichte von meinem Leben und doch scheint es, dass ich mein wahres Ich nur wenigen anvertrauen kann.
Verletztlichkeit ist das Stichwort. Man möchte nicht verwundbar sein. Aber vielleicht ist es jeden Schmerz wert, man lebte kein Geheimnis, kein Gerücht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s