Aus dem Leben

Auszeit.


Ich werde Lehrerin. Im Praktikum habe ich eine Unterrichtsreihe mitgestalten dürfen und es ging um VORBILDER. Was macht ein Vorbild aus und wer ist eurer Vorbild? Plötzlich wurden Fußballer, Models, Schauspieler und andere Sternchen genannt, auf die man ja „aufblicken“ kann. Nicht falsch. Aber was ist mit eurer Familie, euren Freunden, eurer Lehrerin? Sind das keine Vorbilder. „Ja schon, aber….“. DIeser Text ist meinen lieben Eltern gewidmet, die meine größten Vorbilder sind:

Ihr tut so viel, seid immer wach geblieben, damit wir schlafen konnten. Euer Tag hat oftmals mehr als 24 Stunden. Wenn ich mich in meinen Studentenalltag nochmal fünf mal im Bett umdrehe, seid ihr schon auf der Arbeit. Ihr macht und tut, seit dem ich denken kann. Danke. Dass ihr so tolle Vorbilder seid, dass ihr trotz alledem immer da seid und uns stetig zeigt, wie wichtig wir euch sind. Eure Kinder. Ihr habt uns Namen gegeben, Namen die uns unser gesamtes Leben und vielleicht sogar darüber hinaus begleiten werden. Mit wunderschönen Exemplaren habt ihr uns geschmückt und wir sind stolz darauf eure Kinder zu sein, Ihr habt uns so viel beigebracht. Seit dem ich denken kann seid ihr meine Vorbilder. Erst war es wohlmöglich banales, doch alles was ihr konntet, das musste ich erst lernen. Reden, Laufen, Regeln, usw. das Spiel des Lebens lässt uns alle in Level Wannabe starten und wir müssen zusehen, dass wir uns daraus weiterentwickeln. Deshalb habt ihr uns stetig untersützt, habt uns nie im Stich gelassen, wart da wenn wir es am wenigsten verdient haben und ihr gabt uns den Freiraum, wenn wir ihn nötig hatten. Ihr seid Bilderbucheltern. Ich bewunder euch bis heute, wie ihr all den Stress, den Alltag und alles hinbekommt. Wie versichtert man sich richtig? Wie legt man Geld an, wie tut man das, wie tut man jenes. Das Vorbilddasein werdet ihr nie verlieren, ihr seid unsere Eltern, die die uns die Leben geschenkt haben und alles erdenkliche getan haben, damit wir heute so sind, wie wir sind. Nachdem wir endlich alleine klar kamen, kommt die mitunter unschönste Zeit, die Pubertät. Auch in dieser Zeit habt ihr uns ertragen und geliebt. Jeden Tag wussten wir, dass ihr uns liebt und das ist bis heute der Fall. Das tut unglaublich gut. Dann sind wir schneller als gedacht erwachsen oder glauben es zu sein. Doch wie kocht man dies und jenes, wie heiß darf man jenes waschen und plötzlich braucht man Mama und Papa mehr als man sich je hätte vorstellen können. Fragen über Fragen und stetig seid ihr geduldig und bleibt schlichtweg Vorbilder. Dann hat man die Brut soweit, dass man sich wohl denkt, „DIE HABEN WIR GUT HINBEKOMMEN, MITEINANDER WOHNEN GEHT SUPER“, und was machen die Küken? Sie ziehen aus. Wie das Elternherz bluten muss, wenn das wertvollste im Leben plötzlich von dannen zieht. Dennoch, auch wenn Kilometer zwischen uns liegen, fühlen wir uns geliebt. Können mit allen Sorgen zu euch kommen, müssen uns vor nichts schämen. Wir dürfen einfach immer sein wer wir sind und das ist das größte Glück der Welt. Eure Silberhochzeit liegt schon über 10 Jahre zurück. Seit über 35 Jahren seid ihr verheiratet, ein Team und dabei unschlagbar. Allein diese Liebe gehört bewundert. Ich bin stolz eure Tochter zu sein, stolz eine R. zu sein und im Herzen hab ich euch ewiglich und meine Vorbilder werdet ihr mein Leben lang bleiben. Ihr seid das Beste was mir passieren konnte, ich liebe euch.

Eure Tochter.

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