Aus dem Leben

Du bist Gift.


Du bist gern gesehen, gehörst zu jeder Feier und beinahe zu jeder Runde dazu. Jeder lädt dich ein, obwohl du durch deine Art ständig für Kopfschmerzen und Katastrophen sorgst, denn keiner kann richtig mit dir umgehen. Durch deine penetrante Art überflutest du jede Stimmung und dominierst schnell die Kommunikation und die Aktionen. Durch deine Zusammensetzung verpestest du die Gedanken aller und hast letztlich, wenn man sich nicht schnell am Abend von dir löst, nur negative Eigenschaften. Gewissermaßen bist du die Person, die uns unsere Eltern gerne verboten hätten, als sie noch dazu in der Lage waren. Nichtsdestotrotz bist du immer dabei, jeder will dich dabei haben und jeder der sich dagegen wehrt, wird schief angeguckt. Man gehört ohne dich einfach nicht dazu, wenn ich könnte, hätte ich dich längst blockiert bei Facebook, WhatsApp & co, würde dich keines Blickes würdigen, doch bist du immer wieder dabei, immer gehörst du zum Mittelpunkt.

Ich spreche von dir ALKOHOL.

Jedes Wochenende schenke ich dich aus, sehe zu, wie ihr euch von eurem „Ach-So-Guten-Freund“ ins Abseits verfrachten lasst. Alkohol ist diese Art von Freund, der mit euch am Anfang so viel zu bereden hat und euch am Ende des Abends einfach liegen lässt, seht zu wie ihr klar kommt! Abgründe zeigen sich. Das kleine schüchtere Mädchen, dass sich zu feige war ein Bier zu bestellen, steht wenn das Licht angeht halb vögelnd auf der Tanzfläche. Der nette Kerl von nebenan hat es nicht bis zum Ende geschafft, er wurde schon Stunden vorher von den Türstehern nach draußen begleitet, da er sich geprügelt hat, gar nicht seine Art? Der Kommilitone, der dich jedes Wochenende seit 2 Jahren fragt, wie teuer ein Bier ist. Die Kommilitonin, die seit Wochenen jeden Abend ein neues Opfer zum Vernaschen mit nach Hause nimmt. Euer Freund, der Alkohol. Ich kann euch Geschichten über euch, eure Freunde und festen Freunden erzählen. Die „Ich-Hab-Die-Beste-Zeit-Meines-Lebens“ und „Der-Morgen-Danach-Interessiert-Mich-Nicht“, diese Einstellung sind doch auf Dauer der letzte Mist. Ihr seid „Erwachsen“ und benehmt euch wie pubertäre kleine Teenager. (Hier sollen mal nicht die Unfreundlichkeiten gegenüber mich und meinen Kollegen als Barkeeper aufgeführt werden, damitlassen sich Bücher füllen!) Ich gönne jedem seinen Spaß, jeder soll mal übertreiben dürfen, doch ihr verliert doch fast regelmäßig eure Kontrolle, euer Gesicht und gebt euch hin, in den Rausch, in dem ihr euch nicht mehr zu helfen wisst. Maß halten?

Ich hab Alkohol leid, ich hasse ihn, ich hasse es was er aus euch macht und was ihr zulasst, was er aus euch macht. Am liebsten würde ich jeden Einzelnen von euch zeigen, was ihr letzte Nacht getan habt, ich weiß es noch, ihr auch?!

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